Oase im Geisterland
Ein blutiger Bürgerkrieg hat den Norden Sri Lankas zerstört. Dort erfindet ein Tamile mit deutschem Pass zum zweiten Mal sein Leben neu. Mit dabei sind 14 Taubstummenlehrer, jede Menge Häuslebauer, eine Plantage Ökobananen und zwei Pfauen.
Peace Entrepreneur: P.N. Narasingham
Organisation: SEED, Social Economic Ecological Developers, Vavuniya
Ziele: Wirtschaftliche Entwicklung im zerstörten Norden Sri Lankas; Häuser und ökonomische Perspektiven für Flüchtlingsfamilien, Schulbildung für Behinderte.
Zielgruppe: Flüchtlingsfamilien, singhalesische und tamilische Farmer, Behinderte
Kontakt: Seit Mai 2003
SEED bedeutet Saat. Die Organisation von P.N. Narasingham arbeitet am Wiederaufbau des völlig zerstörten Nordens der Insel. Dort kümmert sie sich um Flüchtlingsfamilien, deren Häuser zerstört wurden und die vielfach den Ernährer verloren haben. Zusammen werden neue Häuser gebaut und Möglichkeiten geschaffen, selbst Geld zu verdienen. Kinder, besonders behinderte, gehören zu den Hauptopfern des Bürgerkriegs. SEED sorgt für eine Schulausbildung von gehörlosen Kindern. Bei einem großen Farmprojekt arbeiten Singhalesen und Tamilen zusammen.
Der Tamile Singham ist selbst ein Opfer des Krieges. Er kam als Flüchtling nach Deutschland. Doch obwohl er hätte hierbleiben können, beschloss er, nach Sri Lanka zurückzukehren, um für den Wiederaufbau seiner zerstörten Heimat zu kämpfen. Er hat eine besondere Methode entwickelt: Er organisiert nicht nur den Bau ganzer Siedlungen für Flüchtlingsfamilien, sondern berät sie auch dabei, wie sie sich wirtschaftlich selbst helfen können. Damit hat SEED schon einigen hundert Familien wieder eine Zukunftsperspektive gegeben. Singham gilt als einer der führenden Social Entrepreneurs in Sri Lanka.
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