In Kolumbiens Hauptstadt Bogotá veranstaltete das Institut für Friedenspädagogik Tübingen im September 2009 eine Woche lang zahlreiche Workshops. Themen waren das Projekt Peace Counts, Konfliktbearbeitung und Streitkultur.
Auf dem Gelände einer ehemaligen Müllkippe steht die Bibliothek El Tintal. Inmitten der Armut im Süden Bogotás ist sie ein Hort der Kultur. Zahlreiche Kinder und Jugendliche aus den tristen Wohnsiedlungen der Umgebung besuchen Tag für Tag die Lesesäle, Seminare und Filmvorführungen.
Dort war einige Tage lang die Ausstellung „Peacebuilders Around the World” zu sehen, bevor sie im Herzen Bogotás auf der siebten Avenida gezeigt wurde. Diese Straße wird jeden Freitagabend zur Fußgängerzone und damit zur Bühne für Straßenmusiker, Pantomimen und Bürgerinitiativen.
Währenddessen präsentierte Ausstellungs-Koordinator Tilman Wörtz (Agentur Zeitenspiegel) auf zahlreichen Veranstaltungen das Peace Counts Projekt. Wörtz trat auf bei der Jahresversammlung der Stadtkomitees für Menschenrechte, in dem Bergdorf Sumapaz, einer angeblichen Hochburg der Guerrillas und bei einem „Marsch gegen die Angst”, den Jugendliche in der Armensiedlung Potosí regelmäßig gegen die Einschüchterungsversuche der wieder erstarkten Paramilitärs unternehmen.
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