Auf Einladung des Instituts für Auslandsbeziehungen (IFA) und des Peace Support Network (PSN) berichtete Padre Giovani Presiga am 25. Juni in Stuttgart von seiner ungewöhnlichen Arbeit.
Von links: Tilman Wörtz (Zeitenspiegel), Padre Giovani Presiga, Michael Gleich (Peace Counts)
In Zeiten, als der Konflikt im Lande eskalierte, vermittelte Giovani Presiga zwischen Armee, linksgerichteter Guerilla und rechten Paramilitärs. Bei Entführungen trat er als Anwalt der betroffenen Familien auf, um die Geiseln wieder frei zu bekommen. Über seine gefährliche Missionen zwischen den Lager hat die Medieninitiative Peace Counts mehrfach berichtet.„Seit vier Jahren ist die Lage entspannter“, berichtet der Priester aus der Erzdiözese Santa Fe de Antioquia, nahe der Drogenmetropole Medellin. Doch der jahrzehntelange Bürgerkrieg hat eine traumatisierte, zerrissene Gesellschaft hinterlassen. Deshalb konzentriert der Priester seine Projekte nun auf die Stabilisierung der Lage: Die Kämpfe sollen nicht wieder aufflammen. Die Schlüssel zu echtem Frieden seien vor allem Bildung und bessere Lebenschancen für die arme Landbevölkerung, die Campesinos. „Wenn wir es schaffen, dass die Menschen vom Feldbau leben können, stoppen wir die Landflucht.“
Nur intakte Gemeinden, die sich wirtschaftlich entwickeln, könnten den illegalen Gruppen etwas entgegen setzen. Zusammen mit der kolumbianischen Bildungseinrichtung CARED fördert Giovani Presiga Schulen und landwirtschaftliche Entwicklung. Das PSN unterstützt diese Arbeit u.a. auf der Spendenplattform betterplace.
Danksagung:
Wir freuen uns darüber, dass
… Ronald Grätz, IFA Generalsekretär, uns in seinem Haus willkommen hieß.
… Rainer Nolte, Abteilungsleiter Dialoge, die Veranstaltung überhaupt möglich machte.
… Roswitha Meyer, Musiktheater Orpheus, uns mit ihrer Darbietung beschenkt hat.










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